5 Businessplan Tipps

 

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen 5 Businessplan Tipps, mit denen Sie Ihren individuellen Businessplan verbessern. Denn der Businessplan ist Ihr primäres Kommunikationsmedium zum Business Angel, Venture Capital Geber bzw. allgemein Investor. Wenn Sie mit Ihrem Businessplan überzeugen können, wird das Geld einsammeln zum Kinderspiel.  

Werbung

Executive Summary / Management Summary mit Fakten

Der erste unserer Businessplan Tipps ist eine Executive Summary, die kurz und knackig ist, aber vor überzeugenden Fakten nur so strotzt.

Während die Executive Summary bei Managementpräsentationen oftmals nur einen Punkt von vielen auf der Agenda darstellt, ist sie beim Businessplan von zentraler Bedeutung. Sie bildet einerseits die Einleitung und ist gleichzeitig auch die Zusammenfassung des gesamten Businessplans.  Investoren haben in der Regel nicht viel Zeit, aber dafür umso mehr Angebote.

Die Zeit, einen gesamten Businessplan von vorne bis hinten zu lesen und zu verstehen, haben Investoren daher in der Regel nicht. Ein typischer Business Angel wird sich stattdessen auf die Executive Summary beschränken und warten, ob hier bereits der Funke überspringt. Und damit dieser Funke überspringt, müssen Sie die Executive Summary bereits mit Fakten spicken. Orientieren Sie sich dabei an einem Elevator Pitch. Bei diesem haben Sie auch nur 30 Sekunden bis maximal 2 Minuten Zeit, um mit einer knackigen Zusammenfassung, klaren Vorteilen und Erfolgsstrategien zu überzeugen. Kernpunkte und grundsätzliche Inhalte (Produkt, Zielgruppe, Vertriebskanäle, Wettbewerb, USP) interessieren eben jeden Geldgeber und sollten daher auch sofort und übersichtlich beantwortet werden.

Naturgemäß können diese Fakten nicht zu Beginn der Erstellung des Businessplans bereits bekannt sein. Stattdessen ergeben sie sich vielmehr im Verlauf der Erstellung des Businessplans. Die Executive Summary wird daher als letzter Schritt erstellt.

Zahlen und Szenarien

Der zweite unserer Businessplan Tipps ist ein konsistentes Zahlenwerk mit realistischen Szenarioalternativen.

Was bei Immobilien die Lage ist, sind beim Businessplan die Zahlen: einfach unglaublich wichtig. Egal ob Umsätze, Kosten oder Kennzahlen, die Zahlen müssen passen. Das erfordert einerseits Mut der Gründer, sich auf konkrete Zahlen festzulegen. Andererseits erfordert es aber auch genaue Recherche und Analyse der Marktpotenziale und Kostenprognosen. Natürlich kann nicht erwartet werden, dass die kalkulierten Zahlen auf der Umsatz- und Kostenseite nachher in der Praxis auch wirklich haargenau eintreffen. Ein Investor erwartet aber, dass die Gründer sich intensiv mit möglichen zukünftigen Preisen, Stückzahlen und Kosten auseinandergesetzt haben.

So entsteht ein plausibles Gesamtbild der Zahlen. Gründer sollten sich (und dem potenziellen Investor) hierbei die Welt nicht nur schön rechnen. Ein Businessplan, der lediglich Chancen und Erfolge zeichnet, ist eben gerade keine plausible Auseinandersetzung mit einer ungewissen Zukunft. Gute Businesspläne zeichnen sich daher dadurch aus, dass neben dem Idealszenario zwei weitere Szenarien aufgezeigt werden. So beinhaltet der fertige Businessplan am Ende neben dem Idealszenario („Management Case“) ein Basisszenario („Base Case“) und ein „Worst-Case-Szenario“. Bei den beiden letztgenannten Szenarien sollten neben negativen Umsatzentwicklungen auch Kostensprünge modelliert werden.

Alleinstellungsmerkmal (USP) des Produkts

Das Alleinstellungsmerkmal (englisch „unique selling proposition“) ist das herausragende Leistungsmerkmal durch das sich Ihr Angebot vom Wettbewerb abhebt. Es bildet in unseren Businessplan Tipps die Nummer 3.

Durch das Alleinstellungsmerkmal sollen spätere Kunden vom Kauf überzeugt werden. Und was Kunden überzeugt, überzeugt in der Regel auch Investoren. Daher sollte sich das Alleinstellungsmerkmal wie ein roter Faden durch den Businessplan ziehen. Das Alleinstellungsmerkmal sollte „verteidigungsfähig“, zielgruppenorientiert und wirtschaftlich sein sowie in Preis, Zeit und Qualität erreicht werden. Es kann in der Formgebung, in besonderen technischen Eigenarten oder dem Service begründet sein. Nicht selten ist das Alleinstellungsmerkmal der überragende Treiber für den Erfolg eines Startups und die Überzeugung von Investoren. Wer ein gutes Alleinstellungsmerkmal entwickelt und dargestellt hat, kann bei den Zahlen (siehe oben) deutlich offensiver herangehen. Denn ein gutes USP schafft immer eine gewisse Preissetzungsmacht. Stellen Sie sich also die Fragen: Was macht Ihr Produkt so einzigartig? Warum sollten Kunden Ihr Produkt lieber wollen als die der Konkurrenz? Wie heben wir uns also im aktuellen Wettbewerb ab? Eine Verknüpfung zum Abschnitt „Markt & Wettbewerb“ ist unerlässlich.

Gründer und Management

Ebenso wichtig ist die Nummer 4 unserer Businessplan Tipps. Ein Portrait des Gründer- und Managementteams, das Werdegänge und Qualifikationen nimmt, um die aktuelle Besetzung zu vermitteln.

Ein gutes Produkt mit einem echten Alleinstellungsmerkmal ist das eine. Aber was wäre das Produkt ohne die klugen und erfahrenen Köpfe dahinter. Legen Sie daher in Ihrem Businessplan auch viel Wert auf die Vorstellung der handelnden Personen. Wichtig ist eine klare Rollenverteilung, um auch als Team zu erscheinen. In unserer arbeitsteiligen Welt ist es nicht mehr zeitgemäß sich als Gründer auch als allwissender und alles könnender Herr über alle Entwicklungen der Zukunft zu gerieren. Richtig ist es vielmehr, die beteiligten Personen des Managements hinsichtlich ihrer Vita und fachlichen und Managementerfahrungen richtig darzustellen. So kann auch schrittweise die Qualifikation für die Zielfunktion in der Organisation hergeleitet werden. Auch hier gilt mal wieder Konsistenz überzeugt!

Risiken schaffen, nicht wegschaffen

Die Nummer 5 unserer Businessplan Tipps soll einen angemessenen Umgang mit Risiken befördern. Risiken sollten keinesfalls übersehen oder gar bewusst ausgeblendet werden. Stattdessen sollten sie offensiv angesprochen und dann mitigiert werden.

Ein Businessplan, der nur Chancen, Erfolge und schönes Wetter thematisiert, wird von niemandem ernst genommen. Erst recht nicht von einem Investor, der bereits alles gesehen hat und ein entsprechendes Gespür mitbringt. Umgekehrt fällt es aber gerade Gründern, die naturgemäß von ihrer Idee begeistert sind, oftmals schwer, sich auch über realistische Risiken Gedanken zu machen. Machen Sie also nicht den gleichen Fehler. Nehmen Sie sich ausgesprochen viel Zeit dafür, mögliche Risiken Ihres Geschäftsmodells, Ihrer Unternehmens- und Vertriebsstrategie zu ermitteln! Dabei geht es nicht darum, dass Sie sich selbst von der Aussichtslosigkeit Ihrer Pläne überzeugen. Stattdessen sollen Sie versuchen, wie ein erfahrener Investor zu denken, der sein Geld „fremden“ Menschen anvertrauen soll. Entwickeln Sie realistische Risikoszenarien und machen Sie sich gleichzeitig über Mitigationsmaßnahmen Gedanken! Sie müssen also in zwei Schritten vorgehen: 1. Welche Risiken beinhaltet mein Geschäftsmodell? 2. Welche Maßnahmen könnte ich umsetzen, um diesen Risiken vorzubeugen bzw. sie aufzufangen?

Fazit zu den Businessplan Tipps

Natürlich muss Ihr fertiger Businessplan mehr zu bieten haben, als wir Ihnen in unseren 5 Businessplan Tipps aufzeigten. Aber gerade diese 5 Businessplan Tipps sind besonders wichtig, um Ihren Businessplan überzeugend und „aus einem Guss“ wirken zu lassen.

(Visited 2 times, 1 visits today)

Das könnte Sie auch interessieren.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.