Investitionsvolumen – Definition, Finanzierung, EK

Das Investitionsvolumen ist der Gesamtbetrag aller finanziellen Mittel, die zum Erwerb oder zur Erstellung materieller oder immaterieller Vermögensgegenstände im konkreten Fall aufgewendet werden müssen. Hierzu zählen sowohl Eigenmittel als auch Fremdmittel.

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Investitionsvolumen Beispiel

Ein Unternehmen plant die Anschaffung einer neuen Maschine zu einem Kaufpreis von EUR 15 Mio.
Hiervon sollen EUR 5 Mio. über einen Investitionskredit der Hausbank, weitere EUR 5 Mio. über eine Mikromezzaninbeteiligung und die letzten EUR 5 Mio. aus Eigenmitteln finanziert werden.
In diesem Fall beträgt das Investitionsvolumen per Definition nicht 5 und nicht 10, sondern selbstverständlich 15 Mio. Euro.

Investitionsvolumen und Finanzierungsart

Die Höhe der Gesamtinvestition bestimmt sich also völlig unabhängig von der Finanzierungsart nur anhand des Vorhabens und der dafür insgesamt aufzuwendenden Finanzmittel.

Es ist also egal, ob Sie eine Investition aus Ihrem eigenen Geld, mit Hilfe eines Bankkredites oder einem Hybrid aus Eigenkapital und Fremdkapital finanzieren. Für die Berechnung des Investitionsvolumens ist allein entscheidend, wie viel Geld insgesamt investiert werden muss.

Investitionsvolumen und Umlaufvermögen

Nicht nur finanzielle Mittel, die zum Erwerb oder zur Erstellung von Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aufgewendet werden, können zum Volumen der Investition gezählt werden.

Auch die Investition finanzieller Mittel in das Umlaufvermögen, kann die Investitionshöhe eines Vorhabens weiter steigern.

Allerdings erfolgt die Abgrenzung bei den meisten Kapitalgebern dann etwas sklavischer: Eine Investition in das Umlaufvermögen wird nie mit einem Investitionsdarlehen finanziert werden. Das Volumen für Investitionen in das Umlaufvermögen wird stattdessen immer über Betriebsmittelkredite, Barlinien, Working-Capital-Finanzierungen umgesetzt werden.

Passender als von Investitionen in das Anlagevolumen zu sprechen, ist es daher, solche Fälle als Aufbau von Working Capital oder Nettoumlaufvermögen zu bezeichnen.

Investitionsvolumen und Eigenmittel

Wie hoch der Anteil einzubringender Eigenmittel am Investitionsvolumen sein sollte, ist von Finanzierung zu Finanzierung, Vorhaben zu Vorhaben und Kapitalgeber zu Kapitalgeber unterschiedlich.

So kann es sein, dass bei einem (auch für den Kapitalgeber) relativ hohen Investitionsvolumen, riskanter Risikoeinschätzung und niedrigen zu erwartenden Beleihungswerten ein sehr hoher Eigenmitteleinsatz gefordert wird.

Andersherum kann es bei einem weniger riskanten Projekt und hohen zu erwartenden Beleihungswerten (zum Beispiel Mehrzweckhalle in sehr gut angeschlossenem Gewerbegebiet) auch zu Finanzierungen kommen, die ohne den Einsatz eigener Mittel auskommen.

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