Teil 6 – Management und Reporting

Nachdem wir uns in den beiden vorangegangenen Teilen (hier und hier) meiner Artikelserie hauptsächlich mit Zahlen beschäftigt haben, soll es im heutigen Teil etwas mehr um Menschen gehen. Genauer gesagt geht es im heutigen Teil meiner Artikelserie „Kredit beantragen für Firmenkunden und Geschäftskunden“ um die handelnden Köpfe innerhalb Ihres Unternehmens.
Zusätzlich soll es aber auch um einen Bereich gehen, der das alltägliche Miteinander zwischen Ihrem Management und Ihren Geldgebern bestimmen wird: Das regelmäßige Reporting.

Management

Die handelnden Köpfe innerhalb Ihres Unternehmens sind natürlich zu erst einmal Sie selbst, daneben aber auch andere, mit der Leitung und Führung des Unternehmens oder bestimmter Bereiche betraute Mitarbeiter.

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Dies können (falls Sie nicht selbst die eine oder andere Position ausfüllen) der Geschäftsführer (CEO), der Leiter Finanzen (CFO) oder der Leiter Vertrieb (CDO) Ihres Unternehmens sein. Es gibt hier selbstverständlich keine Vorgabe oder Richtschnur, welcher Teil des leitenden Managements genauer beleuchtet werden muss.

Stattdessen müssen Sie sich vorstellen, dass diejenigen Personen des Managements im Rahmen dieses Themenabschnitts genauer beleuchtet werden, deren Fachbereiche aus Sicht des kreditgebenden Instituts (oder Investors) in der geplanten Zukunft für den Erfolg oder Misserfolg (und damit Rückzahlung oder Nichtrückzahlung des Kredites) entscheidend sein werden.

Beispiel:

Sie beantragen eine Finanzierung im Rahmen einer Sprunginvestition und die von Ihnen eingereichte Unternehmensplanung weist einen deutlichen Mehrabsatz für die kommenden Jahre aus.

In diesem Fall werden zwei Bereiche von besonderem Interesse für die kreditausgebende Bank sein: Der Vertrieb und die Produktion.

Somit ist es wahrscheinlich, dass der Leiter Vertrieb und der Leiter Produktion in diesem Rahmen genauer beleuchtet werden, da von Ihnen die entscheidenden Impulse für die geplante veränderte, positive Entwicklung ausgehen werden.

Selbstverständlich werden die bestimmten handelnden Köpfe nicht etwa nur namentlich genannt, sondern auch näher beleuchtet. Neben Ausbildung und Studium, spielen hier unter Umständen auch die familiäre Verbindung (bei familiengeführten Unternehmen) und der gewonnene persönliche Eindruck eine gewichtige Rolle. Stichworte „Auftreten“ und „Zuverlässigkeit“, um nur zwei zu nennen.

Reporting

Neben dem Management wird in diesem Themenbereich aber auch das regelmäßige Reporting behandelt. So wird unter anderem beschrieben, welche Unterlagen in welchem Turnus geliefert wurden bzw. in Zukunft zu erwarten sind. Also insbesondere unterjährige Zahlen, BWA, Summen-und-Saldenlisten etc.

Dieser Bereich wird deswegen oftmals mit der Darstellung des Manegements verknüpft, weil die regelmäßige und unaufgeforderte Lieferung von Reportingunterlagen ein Ausdruck der Zuverlässigkeit ist.

Wenn seitens der Bank die Lieferung hingegen regelmäßig und reaktiv nachgehalten werden muss, wird selbstredend nicht der beste Eindruck hinterlassen.

Einfach zusammengefasst geht es in diesem Abschnitt also darum, welche Unterlagen wie regelmäßig und zuverlässig zu erwarten sein werden.

Ihre Einflussmöglichkeiten

Im Grund sind Ihre Einflussmöglichkeiten in diesem Bereich gerade zu selbsterklärend: Betrachten Sie die Vorstellung Ihres Managements im Rahmen von Bankenpräsentationen als Vorstellungsgespräch.

Sie und Ihr Management

  • …sollten sich gut, aber keinesfalls gekünstelt präsentieren.
  • …sind nicht in Ihrer Funktion, weil Sie perfekte Menschen sind, sondern weil Sie Unternehmer sind und – entsprechend des Unternehmenswohles – die besten Entscheidungen treffen.
  • …sollten sich daher offen, ehrlich und – vor allem – konsistent präsentieren.
    Ihre Führungsmannschaft muss Ihre geplante Strategie oder Ihren geplanten Strategiewechsel mit tragen, verkörpern und gegenüber der Bank vertreten.So sollte Ihr Vertriebsleiter selbstverständlich zahlenmäßig und plastisch veranschaulichen können, warum mit der neuen Investition ein Mehrumsatz im Markt zu erzielen ist.
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Was die Reportings anbelangt, sollten Sie diese selbstverständlich selbständig und ohne Aufforderung der Bank einreichen. Sie müssen durch die Organisation dieser Selbstverständlichkeit der Bank signalisieren, dass Sie an einer Partnerschaft auf Basis eines gegenseitigen Miteinanders interessiert sind.

Hier geht es zum siebten und letzten Teil – der abschließenden SWOT-Analyse.

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