Darlehensschulden – Definition Fristigkeit

Darlehensschulden ist ein anderer Begriff für Verbindlichkeiten aus Krediten bzw. Darlehen. Im folgenden Artikel zeigen wir Ihnen die Definition zum Begriff, die Verbuchung in der Bilanz und zu Sonderfällen in Bezug auf Scheidung und Verjährung.

Definition – was sind Darlehensschulden?

Darlehensschulden sind alle Verbindlichkeiten aus Krediten bzw. Darlehen. Es kann sich auch um die Zusammenfassung der Schulden aus mehreren Krediten oder Darlehen handeln.

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langfristig oder kurzfristig

Darlehensschulden umfassen sowohl langfristige als auch kurzfristige Positionen. Wenn also ein Unternehmen oder eine Privatperson mehrere Kredite hat – darunter langfristige und kurzfristige – ergibt deren Summe die gesamten Schulden.

Ein Unternehmen, das zur Bilanzierung verpflichtet ist, muss die gesamten Verbindlichkeiten gesondert und nach der Fristigkeit sortiert ausweisen. Langfristige und kurzfristige Schulden sind demnach in der Bilanz gesondert auszuweisen.

Die Summe dieser Positionen ergibt aber dennoch die gesamten Darlehensschulden.

Bilanz – aktiv oder passiv?

Da es sich um Verbindlichkeiten handelt, müssen diese im Rahmen des Rechnungswesens auf der Passivseite (Passiva) der Bilanz aufgeführt werden.

Wenn also beispielsweise Zins und Tilgung vom Bankkonto auf die bestehende Bankverbindlichkeiten geleistet werden sollen, lautet der Geschäftsfall „Bank an Darlehensschulden“ bzw. besser „Bank an Bankverbindlichkeiten“.

Der umgekehrte Geschäftsfall „Darlehensschulden an Bank“ hingegen kommt nur bei einer Überzahlung des Darlehens in Frage. Dann wird eine Auskehr seitens des Kreditinstitutes auf das Bankkonto des Kunden vorgenommen.

bei Trennung / Scheidung

Für private Darlehensschulden ist oftmals noch der Fall der Trennung oder Scheidung von Ehegatten interessant.

Hierbei hat die Trennung oder Scheidung aber prinzipiell keinen Einfluss auf die Rückzahlungsverpflichtung des Kreditnehmers. Also derjenige, der den Kredit aufgenommen hat, muss ihn auch weiterhin zurückzahlen. Ungeachtet der Tatsache, dass eine Trennung oder Scheidung erfolgt ist.

Lediglich im Rahmen des Zugewinnausgleichs spielen die Darlehensschulden eine Rolle. Sowohl auf das Vermögen vor der Ehe als auch den während der Ehe erzielten Zugewinn werden die Verbindlichkeiten angerechnet.

Verjährung

Ob und nach welcher Zeit Schulden aus Darlehen verjähren ist etwas kompliziert und hängt davon ab, ob es sich um ein Darlehen mit einer festen Laufzeit oder unbefristetes Darlehen handelt. Wenn ein Verbraucher an dem Kreditvertrag beteiligt ist, verschärft sich die Lage noch einmal.

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Daher hier nur ein kurzer Überblick über den einfacheren Fall:

Wenn das Darlehen einen festen Rückzahlungszeitpunkt hatte, beginnt die regelmäßige Verjährungsfrist (§ 195 BGB iVm. 199 I BGB) nach Ende des Kalenderjahres zu laufen, in dem die Rückzahlung vereinbart war.

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