Was ist ein Dispositionskredit?

In diesem Artikel geht es um den Dispositionskredit und die Fragen:

  1. Was ist ein Dispositionskredit?
  2. Bis zu welcher Höhe kann ein Dispokredit ausgereicht werden?
  3. Was kann man mit einem Dispokredit finanzieren?
  4. Wie erfolgt die Rückzahlung?
  5. Wie hoch ist der Zinssatz?
  6. Wie erfolgt die Beantragung?
  7. Welche Unterlagen sind zur Beantragung erforderlich?
  8. Wo finde ich den besten Zinssatz?

Was ist ein Dispositionskredit?

Ein Dispositionskredit ist ein flexibler Kreditrahmen, der einem Privat- oder Firmenkunden auf seinem Girokonto von der Bank eingeräumt wird und dem Kunden zur Ausnutzung zur Verfügung steht.
Alternativ wird der Dispositionskredit auch als Dispokredit, Überziehungskredit, Kontokorrentlinie oder auch einfach nur als „Dispo“ bezeichnet.

Bis zu welcher Höhe kann ein Dispokredit ausgereicht werden?

Dies ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Und auch wenn es theoretisch keine Grenzen nach oben hin gibt, wird ein Dispositionskredit traditionell in einer Höhe von zwei bis maximal 4 Monatseinkommen eingerichtet.

D.h. wenn ein Kunde über monatliche Einnahmen in Höhe von 1.500 Euro verfügt, wird ihm ein Dispositionskredit zwischen 3.000 und 6.000 Euro auf dem Konto eingeräumt werden.

Was kann man mit einem Dispositionskredit finanzieren?

Theoretisch ist der Dispositionskredit an keinen bestimmten Verwendungszweck gebunden. Und – ähnlich wie beim Privatkredit – muss in der Regel der Bank auch kein Verwendungszweck mitgeteilt werden.

Allerdings sollte man sich als Kunde der relativ hohen Verzinsung des Dispositionskredites bewusst sein! Für langfristigere Finanzierungszwecke sollte daher vorzugsweise auf eine andere Kreditform ausgewichen werden!

Wie erfolgt die Rückzahlung?

Ebenso wie die Kreditaufnahme flexibel seitens des Kunden durch einfache Überziehung des Kontos erfolgt, erfolgt auch die Rückzahlung flexibel. D.h. der Kunde kann selbst entscheiden, wann er welchen Teil des Kredites zurück zahlt.

Allerdings ist die Bank berechtigt, den Kredit jederzeit zu kündigen, wenn bspw. die Voraussetzungen der Kreditvergabe vom Kunden nicht mehr gegeben sind. In diesem Falle ist der Dispositionskredit dann auf einen Schlag vom Kunden zurück zu zahlen!

Wie hoch ist der Zinssatz?

Auch die Höhe des Zinssatzes ist natürlich von Bank zu Bank und sogar von Kunde zu Kunde unterschiedlich. Es darf aber davon ausgegangen werden, dass der Zinssatz für einen Dispokredit deutlich höher ist als ein Ratenkredit bei der gleichen Bank.
So kann ein Dispositionskredit durchaus einmal das Doppelte oder gar Dreifache der Verzinsung eines Ratenkredites der gleichen Bank kosten.

Die hohe Flexibilität die die Bank dem Kunden mit dem Dispo gewährt, lässt sie sich eben gerne etwas kosten.

Wie erfolgt die Beantragung?

Die Beantragung ist bei den meisten Banken formlos per Email oder sogar mit einem kurzen Telefonanruf zu erledigen. Insbesondere, wenn das monatliche Einkommen bei der gleichen Bank eingeht.

Welche Unterlagen sind zur Beantragung erforderlich?

Wenn überhaupt, sind Personalausweis bzw. Reisepass und die letzten drei Lohnabrechnungen ausreichend.

Wenn das monatliche Einkommen allerdings eh bei der kontoführenden Bank eingeht, sind sogar diese Unterlagen verzichtbar.

Wo finde ich den besten Zinssatz?

Bei einem Dispositionskredit ist der beste Zinssatz oftmals gar nicht so sehr entscheidend. Bei einem Überziehungskredit geht es um Flexibilität und auch einmal um Bequemlichkeit. Die erste Anlaufstelle für den Dispokredit sollte daher immer die eigene Hausbank sein.

Wer sich allerdings an den Zinsen und Gebühren der Hausbank stört, dem empfehle ich in einer Gesamtschau von Kontoführungsgebühren und Dispozinsen mal über einen Wechsel der kontoführenden Bank nachzudenken.

Das kann sich auf jeden Fall lohnen.

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