CFD Handel Steuern: Was ist beim Trading zu beachten

CFD Handel Steuern: Das Thema, das automatisch immer interessanter wird für jeden Anleger, heisst „Steuern“. Aber nicht etwa, weil Anleger so begeistert davon sind, sondern weil übergriffige Staaten ihre Steuern immer mehr ausufern lassen. Dieser Artikel soll darüber aufklären, welche Steuern wie und in welcher Höhe beim CFD Handel zu zahlen sind.

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Was ist CFD Handel bzw. Trading?

Der CFD-Handel ist eine Form des gehebelten Handels, bei dem die Kurse eines bestimmten Vermögenswerts verwendet werden. Bei CFDs handelt es sich um einen Vertrag über den Handel mit einem Wertpapier zu einem bestimmten Preis. Der Basiswert kann eine Aktie, ein Index oder ein Rohstoff sein. CFDs sind bei Händlern sehr beliebt, da sie die Möglichkeit bieten, sowohl Long- als auch Short-Positionen auf einen Vermögenswert einzugehen, was als Margin-Handel bezeichnet wird.

Hier kommen Sie zu unserer Übersichtsseite zum Handel mit Differenzkontrakten (CFD).

Fallen beim Handel mit CFD Steuern an?

CFD Differenzkontrakte werden steuerlich als Termingeschäfte behandelt. Erzielte Kursgewinne mit CFD Differenzkontrakten fallen dadurch unter die sogenannte Abgeltungssteuer. Diese Gewinne werden mit einem pauschalen Satz von 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer besteuert. Die Steuer wird direkt vom Anbieter einbehalten und an den Fiskus abgeführt.

Wenn der individuelle Einkommensteuersatz des Anlegers unterhalb von 25% liegt, kann der Anleger sich die zu viel gezahlten Steuern über die jährliche Einkommensteuererklärung zurück erstatten lassen.

Zusätzlich steht jedem Anleger in Deutschland ein jährlicher Steuerfreibetrag in Höhe von 801,– Euro (1.602,– bei gemeinsam veranlagten Ehegatten) für Kapitalerträge jeglicher Art zur Verfügung. Damit Sie diesen persönlichen Steuerfreibetrag beim CFD Broker geltend machen können, müssen Sie den Freistellungsauftrag einreichen.

Kann ich Verluste aus dem CFD Handel mit anderen Steuern verrechnen (Verlustverrechnung)?

Ja, die Verluste, welche Sie mit CFD Differenzkontrakten erlitten haben, können Sie mit den Gewinnen in anderen Anlageklassen verrechnen. Das ist ein großer Unterschied zum Aktienhandel. Denn die Verluste aus Aktiengeschäften können auch nur mit Gewinnen aus Aktiengeschäften verrechnet werden. Und dementsprechend ist es natürlich ein großer finanzieller Vorteil des CFD Handels gegenüber dem Aktienhandel.

Abgeltungssteuer beim Handel mit CFD Brokern im Ausland

Der CFD Broker führt beim CFD Handel die Steuer nach jedem Trade oder in sehr kurzen regelmäßigen Zeitabständen an das Finanzamt ab. Dies gilt allerdings nur für CFD Broker mit dem Sitz in Deutschland.

Die meisten CFD Broker haben ihren Sitz allerdings auf Zypern oder in Großbritannien. In diesem Fall müssen Sie als Anleger Ihre Abgeltungssteuer selbst ermitteln und dem Finanzamt mitteilen.

Sie brauchen keine Hoffnung haben, dass Sie Ihre Gewinne vor dem Finanzamt geheim halten können. Denn die Finanzämter tauschen in der EU die Daten miteinander aus.

Sie brauchen die fällige Abgeltungssteuer natürlich nicht nach jedem Trade abzuführen. Das reicht in der jährlichen Einkommensteuererklärung vollkommen aus.

Fazit CFD Handel Steuern

Zum CFD Handel und Steuern gibt es also zusammenfassend zu sagen, dass Kursgewinne mit CFD unter die Abgeltungssteuer fallen. Sie, als Anleger, müssen dafür eine pauschale Abgeltungssteuer in Höhe von 25% entrichten, Ihr individueller Einkommenssteuersatz ist grundsätzlich nicht relevant. Lediglich wenn dieser unterhalb von 25% liegt, können Sie sich zu viel entrichtete Abgeltungssteuer vom Finanzamt zurückerstatten lassen. Wenn Ihr CFD Broker im Ausland sitzt, müssen Sie die beim CFD Handel angefallene Steuer selbst im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung melden.

Hier kommen Sie zu unserer Übersichtsseite zum Handel mit Differenzkontrakten (CFD).

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