CFD langfristig halten: Sind Differenzkontrakte dafür geeignet?

CFD langfristig halten: Differenzkontrakte (CFDs) sind eine Art von Derivaten, mit denen Sie Vermögenswerte kaufen und verkaufen können, ohne sie tatsächlich zu besitzen. Sie ermöglichen es dem Inhaber, von Preisbewegungen zu profitieren, egal in welche Richtung sie gehen, setzen ihn aber auch unbegrenzten Verlusten aus. In diesem Artikel wird untersucht, ob CFD-Verträge als langfristige Anlage für diejenigen geeignet sind, die sich an bestimmten Märkten oder Anlageklassen wie Rohstoffen, Währungen und Aktien beteiligen möchten.

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Was sind CFD Differenzkontrakte?

Ein CFD ist ein Finanzderivat, mit dem Sie den Preis eines Vermögenswerts handeln können, ohne ihn zu besitzen. Sie müssen „nur“ vorhersagen, ob der Wert steigen oder fallen wird und entweder eine Long- (Kauf) oder Short-Position (Verkauf) eingehen. Das bedeutet, dass Sie eine Long-Position auf ein Instrument wie Gold, Öl oder Aktien eingehen können, indem Sie zu einem bestimmten Preis kaufen und sie dann zu einem höheren Preis zu verkaufen und so von dem Handel zu profitieren.

Hier kommen Sie zu unserer Übersichtsseite zum Handel mit Differenzkontrakten (CFD).

Was verstehe ich unter „Langfristig halten“?

Langfristig halten meint für die meisten Anleger grundsätzlich, dass kein kurzer oder mittlerer sondern ein langfristiger Anlagehorizont mit der Geldanlage verfolgt wird.

Das Halten meint dabei, dass das Instrument nicht schnell wieder abgestoßen sondern lange im Bestand bleibt – also gehalten wird.

Es stellt sich aber natürlich immer wieder die Frage, was der jeweilige Anleger unter „langfristig“ genau versteht.

Während prinzipiell jeder Anleger etwas Anderes darunter versteht, hat sich in der Vermögensberatung ein Zeithorizont von rund 10 Jahren als langfristiges Halten etabliert.

Sind CFD Differenzkontrakte zur langfristigen Geldanlage geeignet?

Die alles entscheidende Frage lautet also: Sind CFD Differenzkontrakte zur langfristigen Geldanlage geeignet? Wobei eine langfristige Geldanlage bzw. langfristiges Halten mit einem Zeithorizont von rund 10 Jahren angenommen wird.

Um die Frage danach, ob eine Geldanlage grundsätzlich zum langfristigen Halten geeignet ist, zu beantworten. Verweist man klassischerweise direkt auf die Schwankungsbreite einer Anlage. Die Grundregel lautet demnach: Je schwankungsanfälliger eine Geldanlage ist, desto länger ist der Anlagehorizont. Denn nur über einen hinreichend langen Anlagehorizont können die großen Schwankungen statistisch ausgeglichen werden.

Auch wenn diese Theorie einleuchtend erscheint, so hat sie doch (mindestens) einen Pferdefuß. Wenn das zugrundeliegende Instrument einen Totalverlust erleidet. Dann hilft mir als Anleger auch der längste Anlagehorizont nichts mehr. Dieser Aspekt trifft auf CFD Differenzkontrakte umso mehr zu. Da die Totalverlustwahrscheinlichkeit dieser Instrumente wesentlich höher ist als bei anderen Anlageinstrumenten.

Denn der gewünschte Hebel wird ja gerade durch eine Sicherheitsleistung erreicht. Die wesentlich niedriger ist als der Wert des zugrundeliegenden Basiswerts – wie z.B. eine Aktie. Die Wahrscheinlichkeit, das der Basiswert – während der CFD langfristig gehalten wird – stärker fällt als die hinterlegte Sicherheitsleistung ist recht hoch. Und in diesem Fall würde der CFD einen Totalverlust erleiden.

Fazit zu CFD langfristig halten

CFD sind ein hoch spekulatives Anlageinstrument, das eine hohe Schwankungsbreite aufweist. Grundsätzlich sollten Anlageklassen mit einer hohen Schwankungsbreite langfristig gehalten werden. CFD Differenzkontrakte unterliegen aufgrund ihrer Konstruktion jedoch einem hohen Totalverlustrisiko. Dadurch sollte man CFD nicht langfristig halten.

Hier kommen Sie zu unserer Übersichtsseite zum Handel mit Differenzkontrakten (CFD).

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