Sparformen – Unterschiede, Vor- und Nachteile, Tabelle

Die unterschiedlichen Sparformen spielen in unserem täglichen Leben eine wichtige Rolle – auch wenn dieser oftmals nicht so sehr im Rampenlicht steht. Sie ermöglichen es uns, Ersparnisse und Investitionen zu tätigen, die uns bei der Planung unserer finanziellen Zukunft helfen können. Es gibt viele verschiedene Sparformen, die jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile bieten. In diesem Artikel werden wir uns die verschiedenen Sparformen, insbesondere die in Deutschland beliebten, genauer ansehen und untersuchen.

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Was sind Sparformen – einfach erklärt?

Sparformen sind Finanzinstrumente, mit denen wir unser Geld sparen und anlegen können. Sie bieten uns die Möglichkeit, Geld für die Zukunft zurückzulegen oder Investitionen zu tätigen, um Gewinne zu erzielen. Sparformen ermöglichen es uns auch, von verschiedenen Steuervergünstigungen und anderen Vorteilen zu profitieren und das mit einer Investition verbundene Risiko auf mehrere Jahre zu verteilen.

Welche Formen des Sparens gibt es?

Grundsätzlich lassen sich zwei Sparformen voneinander unterscheiden: das Zwecksparen und das Vorsorgesparen.

Zwecksparen

Altersvorsorge
Altersvorsorge

Zum Zecksparen gehören Sparformen, die für einen bestimmten Zweck bestimmt sind, z. B. für den Kauf eines Autos oder eines Urlaubs. Das Zwecksparen richtet sich daher zumeist auf Anschaffungen.

Vorsorgesparen

Vorsorgesparen hingegen sind Sparformen, die dem Schutz vor plötzlichen, unvorhergesehenen Ausgaben dienen sollen. Dazu gehören Sparformen wie Notfallfonds oder Überraschungsfonds. Das Vorsorgesparen dient demnach eher der Rücklagenbildung.

Sparen für den Ruhestand

Auch das Sparen für den Ruhestand gehört zum Vorsorgesparen. Altersvorsorgesparen bezieht sich auf Sparformen, die für den Ruhestand bestimmt sind. Diese Sparformen bieten in der Regel Steuervorteile und besondere Vorteile für Rentner.


Vergleichstabelle mit Beispielen und Vor- und Nachteilen

SparformenVorteileNachteile
Kontenschneller Zugriffniedrige Verzinsung
Bausparenzweckoptimiertniedrige Verzinsung
eingeschränkte Verfügbarkeit
Aktienhöhere Renditelange Laufzeit
höhere Verlustrisiken
Investmentfondshöhere Renditehöhere Kosten
Tabelle 1: Vergleich der Sparformen

Welche Sparformen sind in Deutschland besonders beliebt?

Unter zu den in Deutschland besonders beliebten Sparformen gehören derzeit Bankkonten, Bausparverträge, Anleihen und Investmentfonds.

Bankkonten

Sparkonto Sparbuch Kontensparen
Sparkonto

Bankkonten sind eine der beliebtesten Sparformen in Deutschland. Sie bieten eine einfache und bequeme Möglichkeit, Geld aufzubewahren und bei Bedarf darauf zuzugreifen. Sie haben den Vorteil, dass sie in der Regel nur ein sehr niedriges Risiko haben, welches sich auf ein Insolvenzrisiko der Bank beschränkt. Bankkonten gibt es mit unterschiedlichen Fristigkeiten: als Festgeldkonto mit fester Laufzeit sowie eingeschränkter Verfügbarkeit. Aber auch als Tagesgeldkonto mit wochentäglicher Zugriffsmöglichkeit.

Dementsprechend niedrig ist allerdings auch der Zinssatz, welcher auf Bankkonten gewährt wird.

In der Praxis werden Bankkonten mit einem Dauerauftrag bespart. Dieser Dauerauftrag wird bei der Bank auf dem Gehaltskonto eingerichtet. Dadurch wird bei jeder Gehaltszahlung automatisch der monatliche Sparanteil auf das Sparkonto überwiesen.

Bausparverträge

Bausparverträge sind eine weitere beliebte Form des Sparens in Deutschland. Diese sind Sparformen, die für einen bestimmten Zweck abgeschlossen werden, z. B. für den Kauf oder Bau einer Immobilie. Bausparverträge haben den Vorteil, dass sie Sicherheit und niedrige Zinssätze bieten.

Renten Anleihen Obligationen Schuldverschreibungen
Anleihen

Anleihen

Anleihen sind Sparformen, die der Finanzierung von Unternehmen oder Staaten dienen. Sie haben in der Regel eine feste Laufzeit und bieten dem Anleger eine attraktive Rendite in Form von Zinszahlungen über die Laufzeit der Anleihe. Das Risiko bei Anleiheanlagen ist relativ gering, aber es besteht auch ein Inflationsrisiko.

Anleger in Anleihen sind in den letzten Dekaden immer wieder von Schuldenkrisen überrascht worden (Finanzkrise 2008 und Staatsschuldenkrise 2011). In diesen Zeiten erfahren Anleiheninvestoren allerdings oft, dass ihre Anleihen nicht so risikoarm sind, wie der Verkaufsprospekt es erscheinen ließ.

Daher sollten Anleihen schon mit Vorsicht behandelt werden.

Investmentfonds

Investmentfonds sind Sparformen, die es den Anlegern ermöglichen, ihre Ersparnisse in ein professionell verwaltetes Portfolio von Wertpapieren zu investieren. Investmentfonds bieten den Vorteil der Diversifizierung, d. h. der Streuung des mit einer Anlage verbundenen Risikos über mehrere Jahre. Außerdem haben sie im Vergleich zu anderen Sparformen (wie Aktien oder Direktanlagen) relativ niedrige Gebühren und Kosten.

Der Nachteil von Investmentfonds ist, dass die Rendite stark schwanken kann und Anleger in Zeiten von Marktturbulenzen Verluste erleiden können. Börsengehandelte Fonds (Exchange Traded Funds, ETFs) hingegen ähneln Investmentfonds, haben aber niedrigere Kosten und Gebühren.

Riester Rente

Unter dem Begriff “Riester Rente”werden Sparformen zusammengefasst, die für den Ruhestand gedacht sind. Sie bieten oft Steuervorteile und besondere Vergünstigungen für Rentnerinnen und Rentner. Die Sparform ist in Deutschland wegen ihrer attraktiven Steuervorteile besonders beliebt.

Um die Steuervorteile nutzen zu können, muss jedes Jahr ein bestimmter Mindestbetrag angespart werden, der auch ausgezahlt werden kann in Form von Steuerersparnissen. Riester-Sparen eignet sich vor allem für diejenigen, die für den Ruhestand sparen und die Steuervorteile des Staates nutzen wollen.


Welche betrieblichen Sparformen gibt es?

Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern verschiedene Formen des Sparens an, z. B. Altersvorsorgepläne oder vermögenswirksame Leistungen. Dabei handelt es sich oft um steuerlich begünstigte Sparformen, die es dem Arbeitnehmer ermöglichen, Geld zu sparen und gleichzeitig einen Steuervorteil auf die Erträge zu erhalten.

Zuerst ist zwischen zwei großen Gruppen der betrieblichen Sparformen zu unterscheiden: der arbeitgeberfinanzierten bAV und der Entgeltumwandlung.

Arbeitgeberfinanzierte bAV

Bei der klassischen arbeitgeberfinanzierten bAV übernimmt der Arbeitgeber die Beitragszahlungen für die Altersvorsorge allein.

Diese Form der betrieblichen Altersvorsorge ist oftmals ein attraktiver Gehaltsbestandteil.

Entgeltumwandlung

Bei der Entgeltumwandlung handelt es sich um eine Sparform, die es Arbeitnehmern ermöglicht, einen Teil ihres Bruttogehalts in Altersvorsorgebeiträge umzuwandeln.

Der Staat fördert dies durch den Erlass von Sozialabgaben (auf Beiträge bis zu 282 Euro pro Monat) und Steuern (auf Beiträge bis zu 564 Euro monatlich).

Weiterhin kann zwischen unterschiedlichen Durchfürungswegen unterschieden werden:

Direktzusage

Die Direktzusage ist neben der Unterstützungskasse einer der beiden klassischen Durchführungswege bei den betrieblichen Sparformen.

Bei der Direktzusage kümmert sich der Arbeitgeber selbstständig um die Geldanlage. Er zahlt das Geld regelmäßig in eine Rückdeckungsversicherung oder unternehmensinterne Projekte ein. Aus der erzielten Rendite und dem Verkaufserlös wird dann die Rente des Arbeitnehmers bezahlt.

Unterstützungskasse

Bei einer Unterstützungskasse hingegen zahlt der Arbeitgeber seine Beiträge an eine rechtlich selbstständige Einrichtung; die Unterstützungskasse. Die Unterstützungskasse hat dann die Aufgabe, die Gelder der Arbeitnehmer möglichst gewinnbringend anzulegen. Hierbei bedienen sich Untertützungskassen regelmäßig klassischer Anlageinstrumente wie Aktien, Anleihen oder Investmentfonds.

Pensionsfonds

Eine weitere Möglichkeit für Unternehmen stellt die Abgabe der Verantwortung für die betriebliche Altersvorsorge an einen Pensionsfonds dar. Denn dann ist dieser mit der Anlage der Gelder für die Altersvorsorge der Arbeitnehmer betraut.


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Welche Sparformen sind für Vermögenswirksame Leistungen geeignet? 

Vermögenswirksame Leistungen sind “Geldleistungen, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer anlegt” (§ Abs. 1 VermbG). Der Arbeitgeber zahlt die VL über das eigentliche Bruttogehalt hinaus. Die VL müssen vom Arbeitnehmer in dafür geeigneten Finanzprodukten angelegt werden.

Diese Sparpläne können zum Beispiel zur Finanzierung einer Rente oder eines Sparplans verwendet werden. Damit die staatliche Förderung in Form von vermögenswirksamen Leistungen gewährt wird, müssen die Sparprodukte bestimmte Anforderungen erfüllen. Ein VL-Vertrag läuft üblicherweise 7 Jahre.

Die beliebtesten Formen des vermögenswirksamen Sparens in Deutschland sind die Riester-Rente und der Wertpapiersparplan.

Vermögenswirksame Leistungen können allerdings auch für die Tilgung von Baudarlehen verwendet werden.