Sprunginvestition – Definition, Investitionsvolumen, Eigenmittel

In dem einen oder anderen meiner Artikel habe ich immer mal wieder den Begriff Sprunginvestition verwendet, ohne dessen Bedeutung bis heute eindeutig geklärt zu haben. Das möchte ich nun einmal nachholen.

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Widersprüchliche Definitionen im Internet

Wenn Sie im Internet nach dem Begriff Sprunginvestition suchen, werden Sie zwar Definitionen von Banken, Hochschulen und Verbänden finden. Diese sind aber nach meiner Wahrnehmung eher ungenau und nicht wirklich trennscharf.

So wird mal auf die Bilanzsumme abgestellt, mal auf den Umsatz und mal auf den Ertrag des investierenden Unternehmens. Wieder andere Portale stellen sogar auf den Zweck der Investition oder die Art der zugrunde liegenden Finanzierung ab.

Definition Sprunginvestition

Richtig dagegen ist, dass eine Sprunginvestition eine besonders hohe Investition ist, die zu wesentlichen und nachhaltigen bilanz- und ertragsseitigen Veränderungen im investierenden Unternehmen führt.

Erforderliche Höhe für eine Sprunginvestition

Wenn ich die erforderliche Höhe für eine Sprunginvestition beziffern müsste, würde ich sie in etwa mit 50% der Bilanzsumme angeben. Die zahlenmäßigen Kriterien sind hierfür aber natürlich von Bank zu Bank bzw. Geldgeber zu Geldgeber unterschiedlich.

Unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten

Zur Finanzierung von Sprunginvestitionen bieten sich alle klassischen Finanzierungsmöglichkeiten an: Sowohl Eigen- als auch Fremd- oder Hybridkapitalfinanzierungen (sogenanntes Mezzaninekapital).

Auswirkung auf die Eigenkapitalausstattung

Wenn Sie den klassischen Weg der Fremdkapitalfinanzierung gehen, wird Ihr Unternehmen aufgrund der relativen Höhe der Sprunginvestition in Realtion zur Bilanzsumme planungsgemäß eine sehr niedrige oder sogar zu niedrige Eigenkapitalquote aufweisen. Daher könnten Banken darauf bestehen, dass Sie die Eigenmittel Ihres Unternehmens stärken. Falls Sie oder Ihre Gesellschafter in diesem Fall allerdings kein weiteres Eigenkapital einbringen möchten, bieten sich externe Lösungen an.

Eigenmittel von externen Geldgebern

Hierfür kommen dann zusätzliche Eigenmittel von Investoren (z.B. Private Equity, Family Offices oder Venture Capital) ebenso in Frage wie Nachrangdarlehen von Banken, Beteiligungsgesellschaften, verbundenen Unternehmen oder Gesellschaftern Ihres Unternehmens. Diese werden dann in der Regel höher verzinst und teilweise auch mit zusätzlichen Beteiligungen am Unternehmenserfolg versehen. Die Ausgestaltungsvarianten sind in dieser Hinsicht mannigfaltig.

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